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    Naunhof gewinnt 2. Fuchshainer PORTAS-CUP

Am 21. Januar 2017 war es wieder so weit. Nach der sehenswerten Premiere im Vorjahreswinter fand nun zum zweiten Mal der PORTAS-CUP des Fuchshainer SV in der Naunhofer Parthelandhalle statt. Das Line-Up des Herrenturniers versprach dabei eine Menge Derbyfieber. In Gruppe A forderten mit dem TSV Großsteinberg, dem SV Klinga-Ammelshain und dem Gastgeber gleich drei Dorfvereine den „großen“ Bruder aus Naunhof heraus, welcher aktuell die Kreisoberliga dominiert. In Gruppe B war das Teilnehmerfeld bunt gemischt. Der Kreisoberligist SV Tresenwald kämpfte mit den drei A-Ligisten SV Panitzsch/ Borsdorf, SV Thierbach und dem Hohnstädter SV, um den Einzug ins Halbfinale.


Das Eröffnungsspiel war dem FSV vorbehalten, welcher gleich mal gegen den großen Turnierfavoriten aus Naunhof ran durfte. Der ließ bereits hier seine hohe individuelle Klasse aufblitzen und setzte sich locker leicht mit 4:1 durch. In der zweiten Gruppenpartie gelang Großsteinberg ein knappes 2:1 gegen Klinga-Ammelshain, wobei von beiden ansehnlicher Fußball gespielt wurde. Nachdem Fuchshain im ersten Spiel vorsichtig ausgedrückt nicht gerade Bäume ausgerissen hatte, waren die Erwartungen vor dem Aufeinandertreffen mit Großsteinberg eher gedämpft. Umso überraschender war dann das 2:2 Endergebnis, wobei Fuchshain sogar führte und nur durch einen individuellen Fehler eines nicht näher benannten Fast-Altherrenspieler aus Seifertshain den Sieg einbüßte. Klinga unterlag wiederum knapp mit 1:2 dem SV Naunhof, der zweifelsohne das größte fußballerische Potenzial aufwies, aber durch zielloses Schaulaufen der technischen Fertigkeiten die Antipathien einiger Mannschaften und Fans auf sich zog. Damit bestand für Fuchshain im letzten Gruppenspiel noch die Möglichkeit Klinga-Ammelshain im direkten Duell abzufangen. In einer an sich ausgeglichenen Partie nutzten die Autobahner ihre Chancen besser und gewannen mit 2:0, womit dem Gastgeber nur das Spiel um Platz 7 blieb. Naunhof gewann auch die dritte Partie und wurde durch das 2:0 gegen Großsteinberg Gruppensieger.


In Gruppe B war der Kampf ums Weiterkommen bis zum Ende spannend, weil der HSV, Tresenwald und Thierbach alle gegen Panitzsch/ Borsdorf gewannen und sich untereinander jeweils Remis trennten. Damit entschied letztlich die Höhe der gewonnen Spiele über die Gruppenplatzierung. Im letzten Vorrundenspiel sah es dabei lange so aus, als würde Hohnstädt nicht ins Halbfinale einziehen, weil sie sich gegen Panitzsch/Borsdorf schwer taten und in der Defensive wackelten. In den letzten Minuten gelang es ihnen dann doch, einen 5:2 Erfolg herauszuschießen, welcher letztlich sogar für den Gruppensieg genügte. Auf dem zweiten Platz landete der SV Tresenwald vor dem SV Thierbach. Wie knapp die ganze Sache war, zeigt, dass alle drei Teams ein positives Torverhältnis von +3 Toren hatten, da sie jeweils mit dieser Differenz gegen den Letztplatzierten gewonnen hatten.
Das hieß wiederum, dass dem gastgebenden FSV eine machbare Aufgabe bevorstand, um im Spiel um Platz 7 die eigene Ehre wiederherzustellen. Nach der eigentlich guten Leistungssteigerung in den Gruppenspielen ging man hier jedoch übermotiviert ans Werk und fing sich nach fahrlässiger Chancenverwertung in den überlegenen Anfangsminuten einen Doppelpack ein, nach welchem man hinten aufmachte, um das Spiel noch zu drehen. Das geht leider selten gut und so fing man sich nicht nur drei weitere Gegentreffer ein, sondern spielte außerdem dank doppelter Zeitstrafe für den Torhüter (Hand außerhalb des 9-Meter-Raums) vier Minuten in Unterzahl. Im Spiel um Platz 5 behielt Thierbach mit 3:0 die Oberhand über Klinga. Damit hatte im Direktvergleich zweimal die Mannschaft aus Gruppe B die Nase vorn gehabt. In den Halbfinalpartien zeigte sich allerdings ein gegenseitiges Bild. Im Duell der Kreisoberligisten behielt Naunhof mit 2:0 die Oberhand gegen Tresenwald. Das zweite Halbfinale entschied Großsteinberg mit 3:1 für sich.


Die Bronzemedaille ging letztlich an die Mannen aus Hohnstädt, welche in der zweiten Auflage der Partie gegen Tresenwald überraschend klar mit 4:1 als Sieger vom Platz gingen. Das große Finale hielt mit Naunhof gegen Großsteinberg einen echten Klassiker bereit, der entsprechend eng umkämpft und mit einigen hitzigen Szenen gespickt war. Der Torschützenkönig des Turniers Erol Gugna brachte Naunhof zunächst in Führung, durfte aber in der Drangphase der Großsteinberger nach groben Foulspiel für zwei Minuten von draußen zusehen. Entschieden wurde die Partie, nachdem Großsteinberg alles auf Offensive setzte und in Folge dessen das Tor leer ließ. So prallte ein Befreiungsschlag des SV Naunhof vom Pfosten der Großsteinberger zurück und weil der Naunhofer Stürmer im Sprintduell leicht die Nase vorn hatte, entschied der Schiedsrichter nach Grätsche beider Kontrahenten auf Neunmeter. Dieser wurde verwandelt und es blieb in der geringen verbleibenden Spielzeit beim 2:0. Großes Lob allerdings an die Großsteinberger, welche wieder einmal zeigten, dass sie in der Halle in der Lage sind, auch vermeintlich stärkere Gegner zu schlagen oder in diesem Fall in arge Bedrängnis zu bringen. Einen großen Anteil daran hatte auch Rene Gerhardt, welcher sich den goldenen Handschuh für den besten Torhüter schnappte.


Zum Schluss gilt es noch, allen Turnierorganisatoren, Helfern, Schiedsrichtern und Sponsoren zu danken. Außerdem ein großes Dankeschön an Tim Grune (seit kurzem Weißenfelser) und Andreas Kern (eigentlich Hüter bei Klinga), welche aus alter Verbundenheit und aus Personalnot zwischen den Pfosten des FSV die Töppen für Fuchshain schnürten. Insgesamt war das fußballerische Niveau im Vergleich zum Vorjahr höher anzusiedeln, bei fast ausschließlich äußerst fair geführten Spielen. Ich kann hier nur noch einmal das wiederholen, was am Ende von ganz vielen Teilnehmern und Zuschauern zu hören war: „Gerne wieder!“

 

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